Dußlinger Projekt-Café

Mittwoch, 15. Januar 2020, ab 15 Uhr im katholischen Gemeindehaus, Hechinger Straße 29

Zahlreiche Interessierte folgten der Einladung des Projekt-Cafés zum Bildvortrag „Die ältesten Kunstwerke der Welt“ von Roland Labacher. Vorerst konnten sich die Gäste mit leckerem Kuchen, Kaffee und Tee zum gesprächigen Beisammensein eindecken und genießen.

Peter Leide begrüßte alle Gäste und wies auf den Tisch mit Produkten des Arbeitskreises „Eine Welt“ hin, auf dem fair gehandelte Produkte zum Kauf bereit standen. Außerdem begrüßte er Herr Roland Labacher, der dann die Anwesenden mit seinem Bildvortrag in die Stein- und Eiszeit entführte:
Gab es vor 40.000 Jahren schon Menschen? Wie konnte man die Eiszeit überleben? Roland Labacher zeigte auf, dass die Entwicklung des Menschen vor Millionen von Jahren begann, als sich die Affen von den Urmenschen trennten. Der Neandertaler starb vor 200.000 Jahren aus. Dann kam der Homo sapiens von Afrika herüber, unser direkter Vorfahre. 40.000 Jahre dauerte die Entwicklung des Menschen – auf die Zeit gerechnet ein Nichts im Vergleich zum Erdalter.
Er informierte, dass es die Eiszeit immer schon gegeben habe und die letzte vor 12.000 Jahren endete. Wir befinden uns heute in der Zwischeneiszeit mit einer Durchschnittstemperatur von 18°C. In der Eiszeit war es „nur“ 5 bis 8° kälter.
Der Urmensch war Jäger und Sammler. Als Waffen wurden Speerspitzen, Harpunen und Faustkeile gefertigt und benutzt. Der Homo sapiens war in der Entwicklung schon etwas weiter und hat Wurfmaschinen gemacht. Diese Erkenntnis beruht auf Funden, die in Höhlen wie der Vogelherdhöhle bei Ulm gemacht wurden. Die Menschen wohnten entweder im Vorraum der Höhlen oder in Zelten, die aus dem Fell der erbeuteten Mammute gemacht wurden. Forscher machten in Süddeutschland 1938 ihre Funde in den Abfallhaufen der Höhlen, in denen die Menschen damals wohnten. So ein Abfallhaufen hat verschiedene Schichten, in denen sich die Funde in der untersten und somit auch ältesten Schicht befanden. Die Funde waren meist ins Elfenbein von Mammutstoßzähnen geschnitzt und sind mit 1,5 bis 6 cm erstaunlich klein. Er zeigte Bilder vom Löwenmensch, der im Museum in Ulm und das Pferdchen, das im Museum der Universität Tübingen (MUT) im Schloss in Tübingen zu besichtigen ist. Dank der Menge der in den Körpern vorhandenen radioaktiven C14-Atome, welche eine Zerfallszeit von ca. 8.000 Jahren haben, kann das Alter der Fundgegenstände ziemlich genau festgelegt werden.
Bei einer wiederholten Durchsicht des Abraums vor elf Jahren, wurde u. a. eine Flöte gefunden, die gebohrte Griffmulden und Löcher aufweist. Dies zeigt, dass Musik schon vor 40.000 Jahren zum alltäglichen Leben gehörte.
Mit einem kurzen aber weitreichenden Blick in den Weltraum beendete Roland Labacher seinen Vortrag und erntete dafür viel Applaus. Peter Leide überreichte ihm als Dankschön ein kleines Präsent aus dem Fair-Trade-Angebot.
Bei dieser höchst interessanten Zeitreise ging der Nachmittag schnell zu Ende, bleibt aber bei vielen bestimmt in faszinierender Erinnerung.

Das nächste Projekt-Café findet am 19. Februar ab 15.00 Uhr im katholischen Gemeindehaus statt.
Hochwertige Öle für die Küche präsentiert Familie Steinhilber von der Ölmühle Dußlingen, mit einer Verkostung und frisch gemachten Fasnetsküchle.

Projekt-Caféweitere Termine 2020:

Freitag,  21. Februar: Gaumenkino mit dem Film “Ich bin dann mal weg” nach Hape Kerkeling
Mittwoch, 18. März: Ich bin dann mal weg – Bericht über den Jakobsweg von Diana Hagen